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Fußball in Baden-Württemberg
Donnerstag, 27. Juni 2013

SZ-„Sportler des Monats“ Mai: Patrick Zoll gibt den Takt vor

schwaebische.de


SZ-„Sportler des Monats“ Mai: Patrick Zoll gibt den Takt vor

„Sportler des Monats“ Mai: Patrick Zoll vom SV Stafflangen. (Foto: sz)

BIBERACH / sz - Es ist eine stolze Ausbeute gewesen: 30 Treffer hat Patrick Zoll in der abgelaufenen Saison zum Gewinn der Meisterschaft des SV Stafflangen in der Fußball-Kreisliga A II beigesteuert. „So viele Tore habe ich noch nie geschossen in einer Saison, selbst in der Jugend nicht“, sagt der 22-Jährige, der sich damit auch den Titel des Torschützenkönigs gesichert hat. Diese Leistung honorierten auch die Leser der Schwäbischen Zeitung, die ihn zum „Sportler des Monats“ Mai gewählt haben.

„Ich war überrascht, überhaupt nominiert zu sein. Das hätte ich nie erwartet und erst recht nicht zu gewinnen“, freut sich Zoll über die Auszeichnung. Mehr als 3700 Stimmen (40 Prozent) hat der 22-Jährige bekommen. „Die Nominierung hat sich schnell rumgesprochen. Woher ich so viele Stimmen bekommen habe, weiß ich aber nicht. Danke jedenfalls an alle Klicker“, so Zoll, der die Wahl als großen Erfolg sieht. „Aber ohne die Mannschaft wäre der nicht möglich gewesen. Allein schießt man keine 30 Tore“, sagt der Stürmer, der beim SV Oggelshausen anfing zu kicken. Über die Stationen FV Biberach (C-Jugend) und FV Olympia Laupheim (B- und A-Jugend) ist er vor anderthalb Jahren zum SV Stafflangen gekommen. „Der Wechsel hatte berufliche Gründe“, so Zoll, der als Einzelhandelskaufmann in Biberach arbeitet und in Oggelshausen wohnt.

Er bringt bereits zweieinhalb Jahre Bezirksliga-Erfahrung aus seiner Zeit bei Olympia Laupheim II („Da habe ich eher im offensiven Mittelfeld gespielt. Die Position im Sturm ist mir aber die liebste“). „Irgendwann will ich mal höherklassig spielen. Die Landesliga traue ich mir auf jeden Fall zu“, so der Oggelshauser. Angebote habe es in der Vergangenheit schon gegeben, auch aus der Landesliga. „Aber es hat einfach beruflich nie gepasst“, erläutert Zoll, der in Laupheim auch schon einige Kurzeinsätze in der Verbandsliga hatte. In der kommenden Saison hat er mit Stafflangen ein klares Ziel – den Klassenerhalt. „Mit der Mannschaft sehe ich da kein Problem. Die hat genug Potenzial“, ist sich der 22-Jährige sicher.

Zoll hat dies auf jeden Fall nach den Worten seines Trainers Michael Cieslak. „Ich habe noch nie einen Spieler gesehen mit so einem guten linken Fuß und mit solch einer Präzision und Schusskraft“, sagt der 28-Jährige. Zolls Schwächen? „Er hat überdurchschnittlich gute Qualitäten für einen Kreisliga-Stürmer, könnte sie aber noch öfter abrufen“, so Cieslak. Zoll selbst sagt zum Thema Schwächen: „An meiner Einstellung kann ich definitiv noch arbeiten. Manchmal will ich einfach zu viel, da muss ich noch ruhiger werden.“ In der Kabine wäre dies allerdings schlecht, auch für sein Team, denn er ist laut seinem Trainer für die Musik zuständig. „Wenn die nicht passt, dann spielt er auch nicht gut. Deswegen haben wir ihn zum DJ gemacht“, erzählt Cieslak.

Auf einen Stil festgelegt ist Zoll dabei nicht. „Es muss immer eine gute Mischung sein. Auch die anderen dürfen sich mal was aussuchen, wenn sie nett fragen“, so der 22-Jährige, der nach eigener Aussage kein Vorbild hat und Fan der TSG 1899 Hoffenheim ist. Im Sinne des SV Stafflangen bleibt also mit Blick auf die kommende Saison zu hoffen, dass Zoll auch weiterhin oft den richtigen Takt in der Kabine vorgibt.

Von Felix Gaber