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Fußball in Baden-Württemberg
Freitag, 21. Juni 2013

Personalsorgen ausgerechnet jetzt

(gni). Letzte Runde in der Fußball-Relegation – und ausgerechnet jetzt plagen einige der Teilnehmer Personalprobleme.


Personalsorgen ausgerechnet jetzt

Fast alle Teams haben Probleme vor dem entscheidenden Spiel

Die Saison lief nicht gut für den TB Beinstein. Von Anfang an hing er im unteren Drittel fest, schaffte es nicht, sich zu lösen. Weil Spielertrainer Marco Wallisch beruflich zu sehr eingespannt war, kam im April Nico Spina zum Trainerteam hinzu – und schon gelang ein Sieg in Winterbach. Dennoch muss der TB nachsitzen. „Es hat die Konstanz gefehlt“, sagt Spina. „Schwankungen in jedem Bereich.“ Auf gute Spiele folgten schlechte. Am Sonntag muss ein gutes folgen, sonst wird’s nicht reichen. Erfolgreich, so Spina, werde die Mannschaft sein, die mehr einbringt, den Sieg mehr will“. Er ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft das genauso verinnerlicht hat. „Die Einstellung dazu ist phänomenal gut. Jeder will dabei sein.“ Spina sieht die Partie auch nicht als Abstiegsspiel, sondern „als Chance, die Saison zu einem positiven Ende zu bringen“. Er hat, zunächst um die Trainingsqualität zu erhöhen, einige Spieler aus der zweiten Mannschaft hochgezogen. Womöglich läuft der eine oder andere sogar auf. Simon Zeiß zum Beispiel sei immer noch ein guter Angreifer.

Respekt hat Spina vor allem vor dem Schornbacher Spielertrainer Giuseppe Iorfida. Doch der läuft womöglich gar nicht auf. „Es sieht schlecht aus“, sagt Iorfida. Er ist beim Sieg gegen Allmersbach umgeknickt, der Fuß ist dick. Personell sieht es deshalb nicht optimal aus. Marcel Weingart fehlt wegen der Roten Karte, Aydin Caglar ist verletzungsbedingt „zu 90 Prozent“ auch nicht dabei“. Das alles aber entmutigt Iorfida nicht. „Ich kann der Mannschaft von außen helfen.“ Außerdem habe der Erfolg über Allmersbach dem Team Selbstvertrauen gegeben. „Wir gehen mit breiter Brust raus.“ Der Druck liege bei Beinstein.

Genau daran zweifelt auf der Gegenseite der Haubersbronner Spielertrainer Timo Härer. Schon die gesamte Saison über haderte er mit der Einstellung seiner Spieler. Jetzt, beim entscheidenden Spiel des Jahres, seien wieder einige nicht dabe: nicht aus Verletzungsgründen, sondern weil sie andere Termine wichtiger fänden. Er selbst wolle noch einmal alles geben – als Spieler. Als Trainer habe er direkt nach dem letzten Saisonspiel beim TB Beinstein II aufgehört. Coachen wird die Mannschaft deshalb der Vereinsvorsitzende Frieder Wüst.