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Fußball in Baden-Württemberg
Dienstag, 2. Juli 2013

Landesliga-Wechselbörse: Ein Kommen und Gehen beim SV Reinstetten

schwaebische.de


Landesliga-Wechselbörse: Ein Kommen und Gehen beim SV Reinstetten

Kommt vom FV Ravensburg zum FV Biberach: Der Ex-Oberligaspieler Selim Altinsoy. (Foto: Schuh)

BIBERACH / sz - Die Abmeldefrist (30. Juni) ist verstrichen, da dreht sich bei den heimischen Fußball-Landesligisten auch schon das Transferkarussell. Besonders beim SV Reinstetten ist die Fluktuation groß. Sieben Abgängen stehen neun neue Spieler gegenüber.

Fabian Hummel (Spielertrainer TSG Achstetten), Florian Schick (SV Steinhausen), Patrick Brüchle (SV Ringschnait), Michael Wiest (Olympia Laupheim), Dirk Westenberger (tritt kürzer), Felix Heisserer (pausiert wegen einer Sprunggelenkverletzung) tragen in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot des SV Reinstetten . Das wird auch Julius Grimm nicht mehr, der nach Angaben von SVR-Abteilungsleiter Reinfried Hampp zurück zu seinem Heimatverein, der TSG Maselheim-Sulmingen, in die Bezirksliga wechselt. Dafür kann Trainer Karl Ernle zum Trainingsauftakt am Dienstag, 9. Juli, gleich neun, teils neue Gesichter begrüßen. Patrick Fähnrich (Hampp: „Er ist offensiv flexibel einsetzbar“) kommt vom FV Bad Schussenried, Klaus Heckenbergers Bruder Jörg vom Bezirksligisten FV Neufra. Weitere Zugänge sind Daniel Jägg (A-Jugend FC Memmingen), Kim Joel Lück (SV Schemmerhofen), Torwart Dominik Reich (SV Ochsenhausen) und Defensivakteur Thomas Weidenlehner (Olympia Laupheim). Aus der eigenen Jugend stoßen die Brüder Habib und Amadu Uhl zum Kader der „Ersten“. „Sie haben das Potenzial, den Sprung in die Landesliga zu schaffen, brauchen aber noch Zeit“, sagt Trainer Ernle. Dessen wohl wichtigster Neuer ist Timo Keller, der aus der bayerischen Landesliga (vergleichbar der Verbandsliga Württemberg) vom TSV Ottobeuren kommt. Der 23-Jährige ist ein zentraler Mittelfeldspieler, hat schon beim Regionalligisten FC Memmingen gespielt sowie beim FV Illertissen. „Er soll Fabian Hummel ersetzen“, sagt Ernle. Früher hat Keller in der Jugend des VfB Stuttgart gespielt – gemeinsam mit Holger Badstuber. Keller arbeitet derzeit bei der Bereitschaftspolizei in Biberach.

Dort ist auch die namhafteste Verpflichtung des FV Biberach , Selim Altinsoy, tätig. Der 25-Jährige stößt vom Neu-Oberligisten FV Ravensburg zu den Biberachern. In der Spielestadt hat er zuletzt aber beim FVR II in der Landesliga gespielt. Zuvor laborierte er laut FVB-Spielleiter Werner Huber an einem Kreuzbandriss. „Ihn wollten wir schon vor zwei Jahren haben, er ist dann aber nach Ravensburg gegangen“, so Huber. Altinsoy, offensiver Mittelfeldspieler, kann auf Oberliga-Erfahrung beim SGV Freiberg zurückblicken. „Er ist technisch sehr stark. Er ist eine echte Persönlichkeit und ein Führungsspieler, den wir brauchen“, lobt der 63-jährige Huber Altinsoys Qualitäten. Beim FVB hat der 25-Jährige als Vertragsamateur zunächst für ein Jahr unterschrieben. Neu bei Biberach ist auch Johannes Fuchs, der vom FV Illertissen kommt. Dort spielte er zuletzt in der zweiten Mannschaft, aufgrund einer Leistenverletzung aber auch nicht so oft, so Huber. „Er will bei uns wieder Fuß fassen, Spielpraxis sammeln. Er ist ein richtig guter Fußballer“, so der FVB-Spielleiter, der mit Stürmer Maurizio Reinhold (SV Birkenhard), Albert Gashi (SV Sulmetingen) und Rückkehrer Srdjan Adamov (SV Birkenhard) drei weitere externe Zugänge verzeichnen kann. Zudem rücken mit Fabian Scheffold, Nick Haiß, Florian Fritzenschaf, Yunus Dipsizgöl, Bilal Mercan, Sebastian Wildenstein und Joachim Aßfalg sieben Spieler aus der eigenen A-Jugend auf. Verlassen haben die Biberacher Torwart Christian Eberle (SV Stafflangen), Sven Manz (Spielertrainer SG Altheim/Schemmerberg) und Ercan Tekin (SV Birkenhard).

Zwei neue Stürmer hat der FV Olympia Laupheim geholt. Neben Michael Wiest (SV Reinstetten) gehen die Blau-Weißen auch mit Steffen Reichl, der vom TSV Regglisweiler kommt, in die neue Saison. „Er ist schnell, kopfballstark und hat einen guten Torriecher“, sagt Laupheims Spielleiter Karl-Heinz Lemke. Reichl solle mit Wiest helfen, die Trefferquote der Olympia zu erhöhen. Der dritte Neue ist ein alter Bekannter: Vitali Lasarev. Der Abwehrspieler hatte Laupheim nach zwei Jahren im Sommer 2012 studienbedingt verlassen und war zuletzt für den Bezirksligisten Neu-Ulm aktiv. Als Abgänge hat die Olympia Simon Boscher (SV Ringschnait), Michael Laupheimer (Co-Trainer Olympia U23), Matthias Rehm (SV Eberhardzell), Daniel Rölle (Spielertrainer SV Haslach) und Serkan Tokmak (SF Schwendi) zu verzeichnen. In der Vorbereitung trifft die Olympia auch auf die TSG Ehingen, laut vorläufigem Spielplan der erste Gegner in der kommenden Saison.

Zwei Abgänge gibt es beim SV Baltringen . Benjamin Speidel geht zur TSG Achstetten, Dominik Laupheimer zieht es studienbedingt in Richtung Stuttgart. Welche neuen Gesichter beim Trainingsauftakt am Samstag, 6. Juli, dabei sind, ist offiziell noch unbekannt. Die Zugänge sollen nach den Worten des SVB-Abteilungsleiters Daniel Beck erst am Donnerstag bekannt gegeben werden.

Wenig Fluktuation gibt es beim Aufsteiger SF Schwendi . Zwei Zugänge gibt es, wobei Serkan Tokmak nach nur einer Saison wieder von Olympia Laupheim zu den Sportfreunden zurückkehrt. Für diese war er ein Torgarant in der Bezirksliga. Dies erhofft sich Abteilungsleiter Markus Lauber auch diesmal, da Topstürmer Patrick Huth wegen eines Kreuzbandrisses noch lange ausfällt. „Wir sind sehr froh, dass er wieder zurück ist“, sagt er über Tokmak. Der zweite Neue ist Kevin Appel vom TSV Regglisweiler. Dieser ist laut Lauber ein Defensivspieler für die Außenbahn, aber auch für das defensive Mittelfeld. Wieder mit dabei ist auch Abwehrchef Benny Laupheimer, der zuletzt ein Dreivierteljahr wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen war. „Unsere Transferaktivitäten sind damit beendet. Wir wollen der Aufstiegsmannschaft die Möglichkeit geben, in der Landesliga zu spielen“, sagt der Abteilungsleiter, der mit Sven Vogel (berufsbedingt nach Stuttgart) nur einen Abgang zu verzeichnen hat.

Von Felix Gaber