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Fußball in Baden-Württemberg
Donnerstag, 20. Juni 2013

Birkenhards Peter Postulka will nicht als Absteiger aufhören

schwaebische.de


Birkenhards Peter Postulka will nicht als Absteiger aufhören

Peter Postulka trifft am Sonntag mit Birkenhard im Relegationsfinale um einen Platz in der Landesliga auf Bad Buchau. Für ihn ist es gleichzeitig das Abschiedsspiel aus der ersten Mannschaft. (Foto: Strohmaier)

BIRKENHARD / sz - „Es ist eines der wichtigsten Spiele in meiner Karriere.“ Das sagt Peter Postulka vom SVBirkenhard mit Blick auf die Relegationspartie am Sonntag, 23. Juni, in Biberach gegen den SV Bad Buchau (Anstoß: 17 Uhr im Stadion). Für seinen Klub geht es gegen den Bezirksligisten um das sportliche Überleben in der Fußball-Landesliga. Für Postulka selbst ist es gleichzeitig das letzte Spiel im Trikot der ersten Mannschaft des SV Birkenhard. Ab der kommenden Saison kickt Postulka, mit 39 Jahren einer der ältesten Landesligakicker, nur noch in der zweiten Mannschaft.

„Der Rückzug ist mir nicht schwergefallen. Ab einem gewissen Alter muss man den jungen Spielern mal Platz machen“, sagt Postulka, der Anfang August ins Schwabenalter kommt. Gebürtig ist der Birkenharder Innenverteidiger aus Troppau (Tschechien). 1982 kam er nach Deutschland. Vor seiner Zeit in Birkenhard, wohin er in der Winterpause der Saison 2004/2005 vom TSV Attenweiler wechselte, war er drei Jahre beim SV Reinstetten und davor beim FC Mittelbiberach aktiv. Für den SVB bestritt er seither rund 250 Spiele im Trikot der „Ersten“, zunächst in der Bezirksliga und dann in der Landesliga. Den Aufstieg dorthin 2008 und den Bezirkspokalsieg im selben Jahr bezeichnet Postulka als seine größten Erfolge.

Sportlich aufs Altenteil setzen will sich der bald 40-Jährige in der „Zweiten“ des SVB, die in der kommenden Saison keine Spielgemeinschaft mehr mit dem SV Aßmannshardt bildet, nicht. „Ich peile keine Rolle als Stand-by-Spieler an“, sagt Postulka, der bei einer Firma in seinem Wohnort Warthausen als Maler- und Lackierermeister arbeitet. Irgendwann wolle er auch mal als Trainer arbeiten.

Das dürfte Birkenhards Abteilungsleiter Reinhard Leicht gerne hören, der den 39-Jährigen gern so lange wie möglich im Verein einbinden würde. „Er ist kein Lautsprecher auf dem Platz, sondern ein ganz ruhiger und disziplinierter Spieler. Er ist immer zuverlässig, hat kaum ein Training verpasst. Genau das macht ihn so wertvoll“, lobt Leicht den Routinier und fügt hinzu: „Es ist schade, dass er jetzt ins zweite Glied rückt. Für mich ist er ein Vorbild für die Jugend.“

Mit Blick auf sein persönliches Finale bei der Birkenharder „Ersten“ formuliert Postulka ein klares Ziel. „Ich will mich nicht als Absteiger aus der ersten Mannschaft verabschieden“, sagt er. „Es wird schwer. Buchau ist nicht zu unterschätzen. Es ist ein sehr unangenehmer Gegner.“ Dennoch gibt er sich optimistisch. „Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann schlagen wir Buchau. Die Mannschaft ist gut drauf. Wir haben gut trainiert und der Trainer hat uns gut eingestellt auf den Gegner.“ Der Trainer heißt Jörg Leicht, der Trainer des SV Bad Buchau Franz Leicht, Vorgänger seines Bruders Jörg in Birkenhard. „Beide sind sehr erfolgsorientiert, wollen immer gewinnen. Beide unterscheiden sich charakterlich nicht sehr. Das liegt vielleicht auch daran, dass es Brüder sind“, sagt Postulka, der unter beiden trainiert hat.

Neben dem 39-Jährigen sind beim letzten Punktrundenspiel fünf weitere SVB-Kicker verabschiedet worden. „Die Abgänge wiegen schwer, besonders der von Daniel Binder, da mit Simon Macht (Kreuzbandriss, Anmerkung der Redaktion) der zweite Toptorschütze lange ausfällt “, sagt Postulka mit Blick auf die Zukunft des Vereins. Die beurteilt er aber als „gut“, da einige gute Spieler aus der Jugend herauskämen. Sein Tipp für Sonntag: „Birkenhard gewinnt 3:1 nach 90 Minuten.“ Dann hätte auch Postulka sein letztes persönliches Ziel als Landesligaspieler erreicht.

Von Felix Gaber